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  • Warum?

    Z.B. weil die BRD extrem viele “geläuterte” Ex-Nazis als Richter, Beamt*innen, usw. übernommen hat. Die Entnazifizierung in der BRD war extrem oberflächlich.

    Im Übrigen hast du wohl vergessen, dass Deutschland nach dem Krieg in zwei Staaten geteilt wurde. Es kann sich also gar nicht um “den gleichen Staat” gehandelt haben. Dass das jetzt wieder ein Staat geworden ist, ändert nichts an der Sache, dass das “dritte Reich” aufgehört hat, zu existieren.

    Es ist nicht erforderlich, die Auslöschung eines Staates zu fordern, um die Fortsetzung schlimmer Verbrechen zu verhindern

    Was heißt denn für dich “Auslöschung eides Staates”? Wäre wichtig, um Strohmänner zu verhindern.

    Die Alternative wäre ja, dass wir alle Unrechtsstaaten vollständig auslöschen müssten, wenn es denn die einzige Möglichkeit wäre. Das würde sogar noch deutlich weiter gehen als der moderne Imperialismus von Trump. Und würde vielfach einem kulturellen Genozid sehr nahe kommen.

    Sorry, das ist mir zu absurd. Ich komme nicht in dein imperialistisches/interventionistisches Mindset rein. Dass ein Staat zerstört gehört setzt doch nicht voraus, dass andere Staaten da einmarschieren.

    Finde ich schon, wenn du den Untergang des dritten Reichs als Beleg dafür nimmst, dass Israel genauso untergehen soll. Du könntest dann nämlich zumindest anerkennen, dass es keinesfalls eine eindeutig zu beantwortende Frage ist - wenn das nicht einmal bei Nazi Deutschland der Fall war.

    Ok, wenn wir das Gedankenspiel mal fertig spielen: Israel stoppt seinen Genozid, es gibt Nürnberger Prozesse für alle am Genozid beteiligten und die faschistoiden Elemente des Landes werden tiefgehend entfernt (wie es in der BRD nicht geschehen ist… und wie auch immer das vonstatten gehen soll). Zusätzlich wird die Vorherrschende Apartheit und Besserstellung von Jüd*innen abgeschafft und die Eroberung von neuem Territorium wird nicht mehr als Staatsräson verfolgt. Dieser Staat ist nicht mehr mit dem heutigen Israel zu vergleichen. Klar könnte man das noch “Israel” nennen, aber es könnte genausogut “Takkatukkaland” heißen, so viel, wie es mit dem heutigen Israel noch gemein hätte (mal abgesehen von der geographischen Lage und Teilen der Bevölkerung).

    Die Gründungsidee aller Staaten war grausam, das ist doch kein Argument für irgendwas.

    Doch. Für die Illegitimität von Staaten.

    Sollen wir die USA auslöschen, weil sie das Land der indigenen Bevölkerung Nordamerikas abgenommen hat?

    Ja. Außerdem verharmlost du gerade einen Genozid.

    Fakt ist, Israel existiert, und es leben heute Menschen dort, die sich kulturell damit identifizieren, und die nichts dafür können, wie ihr Land gegründet wurde.

    Der Unterschied ist der, dass sich Israel gerade im Staatsgründungsprozess befindet und noch immer weiter sein Territorium ausbauen will. Da liegt nichts in ferner Vergangenheit. Das ist grausame Gegenwart. Zudem können auch Nachfahren von “Übeltäterstaaten” zur Rechenschaft gezogen werden, z.B. durch Reparationen.

    Ist außerdem auch megazynisch, einfach zu sagen “Das haben alle Staaten so gemacht, jetzt müssen wir Israel den gerade stattfindenden Genozid schon durchgehen lassen.”

    Denen kann man doch nicht einfach irgendeine theoretische Generationenschuld ihrer Vorfahren (bzw politischer Mäche außerhalb Israels, ebenfalls viele Jahrzehnte vorher) überstülpen und damit rechtfertigen, ihr Land zu zerstören.

    Ich weiß nicht, ob du es mitbekommen hast, aber das Gemetzel in Gaza findet nicht in finsterer Vergangenheit, sonder im Hier und Jetzt statt.

    Die Forderung nach der Vernichtung Israels geht am eigentlichen Problem sowieso total vorbei. Das was wir doch alle fordern ist ein Stopp des Völkermords, die Verfolgung der Verantwortlichen und ein System, das die derzeitigen Opfer nachhaltig und verlässlich schützt. Das sollte im Zentrum stehen.

    Wie gesagt: das geht eben nicht am Problem vorbei, weil Völkermord und ethnische Säuberung in der förmlichen DNA des Staates Israel festgelegt ist.



  • Das ist mindestens umstritten.

    Schlimm genug. Macht meinen Punkt aber nicht nichtig.

    Und ich halte es für naiv, intellektuell unehrlich, oder ignorant nicht anzuerkennen, dass die Grundidee des Staates Israel auf ethnischer Säuberung beruht.

    “Death to Israel” ist die Meinung, dass der Staat Israel als solches nicht weiterexistieren darf. Das hat nichts mit dem Wunsch nach einem Mord an Jüd*innen zu tun.





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    2 days ago

    Ich antworte mal für die andere Person. Das einzige, was in t dem Thread “kritisch” ist, ist dass ein kommentar will, dass Israel “sterben soll”. Darunter dann der Spruch mit dem Meer und dem Fluss. Der Kommentar zwei darunter hat ganz gut eingeordnet, dass das nicht das gleiche ist, wie die Aufforderun, “alle Israelis/Juden zu töten!”

    Israel is not the Israelis. Death to Israel is not “death to the Israeli people.” Also Israel is not the lone representative of Jewish identity.

    Das istalso tatsächlich ein Strohmann. Nazideutschland hat nach 1945 auch aufgehört zu existieren. Aber die Bevölkerung hat ja trotzdem weiter bestanden.




  • Hast du dir eigentlich das Video angesehen und verstanden?

    Ja, hab ich. Ab 10:22 wird nichts von dem, was du erzählst im Video erwähnt. Im Abschnitt “how to hack the matrix back”.

    Edit: solche Tools, wie adnauseam bewirbt sie gar nicht. Sie schneidet die von dir beschriebenen Taktiken zwar an, hat aber keine richtigen Tips, um das zu umgehen (außer halt ein paar Stunden uninteressante Dinge anzusehen und bessere Social Media hygiene zu haben).

    Ehrlich gesagt, wirkt mir das ganze Skript sehr wie AI-Slop, der von einem echten Menschen gesprochen wird (und selbst da bin ich mir nicht sicher).




  • So weit ich das verstanden hatte, hat die Arbeitybewegung einfach das Konzept soziale Marktwirtschaft durchgespielt: Die Chefs hatten einfach nicht mehr genug Geld in den Kassen, um die Forderungen der Belegschaften zu erfüllen. Das Kapital hatte dann nicht mehr genug Wachstum, um eben jenes Wachstum aufrecht zu erhalten.

    Das wäre an sich nicht so schlimm gewesen, wenn die britische Arbeitybewegung sich von vornherein radikaler gegeben hätte. Es ging immer um Klassenkollaboration und nie darum, die Chefs mal zu enteignen, und den Kapitalismus zu überwinden. Und dann sind sie an die gläserne Decke gestoßen und die Regierung so: “Moment mal: wir sind immernoch auf kapitalistisches Wachstum angewiesen!”

    So zumindest mein extrem simplifiziertes Verständnis.